Chemische Veränderungen der Zigaretten  
Die Funktion von Tabakhülle und Filtersystem (DKFZ)  

Das Abhängigkeitspotenzial wird auch durch Manipulationen am Filter oder Hüllpapier erhöht. Manipulationsmöglichkeiten sind die Zugabe von alkalischen Zusatzstoffen zu einzelnen Bestandteilen der Zigarette, aber auch Veränderungen an den physikalischen Eigenschaften des Produktes. Das Zigarettenpapier wird z.B. so behandelt, dass sich der Verbrennungsprozess der Zigarette beim Schwelvorgang zwischen den Zügen verlangsamt. Dies führt zu einer höheren Aufnahme von Tabakrauch und damit von Nikotin durch den Raucher, da in den Rauchpausen weniger Nikotin „ungenutzt“ verbrennt. Durch Manipulationen an der Zigarettenhülle und am -filter wird ein gefährliches Produkt noch gefährlicher gemacht.

Die Bedeutung von Anbaumethoden und Tabaksorten

Für das Abhängigkeitspotenzial von Zigaretten sind die Auswahl der Tabaksorte und das verwendete Trocknungsverfahren (Sonnen-, Luft-, Rauchfang und Feuertrocknung) entscheidend. Den höchsten Nikotinanteil weist Burley-Tabak auf, gefolgt von Virginia- und Orient-Tabak. Das Abhängigkeitspotenzial wird außerdem ganz wesentlich durch Anbaupraktiken beeinflusst. Der Gesamtnikotingehalt der Tabakblätter und der Anteil von freiem Nikotin im Tabakrauch kann durch entsprechende Mengen an Nitratdünger während der Anbauphase erhöht werden. Durch Anbaumethoden und Düngung werden die Voraussetzungen für eine erhöhte Nikotinausbeute geschaffen. Dadurch wird ein gefährliches Produkt noch gefährlicher gemacht.

Zusatzstoffe mit Atemwegswirkungen und Geschmackseffekten

Zusatzstoffe werden eingesetzt, um die Atemwege der Raucher zu einer verstärkten Nikotinaufnahme anzuregen. Menthol ist einer der bedeutendsten Zusatzstoffe. Seine Wirkungen auf die Atemwege sind: Schmerzlindernde Effekte sowie Geschmacks- und Kühlungseffekte. Bei der Inhalation von Menthol wird ein verstärkter sensorischer Reiz ausgeübt, der unter anderem zu einer Verminderung des Schmerz- und Reizempfindens führt. Dies ermöglicht vor allem Einsteigern ein tieferes Inhalieren des ansonsten schmerzhafteren Zigarettenrauches. Neben Menthol ist Kakao ein häufig verwendeter Zusatzstoff des Zigarettentabaks. Wie beim Menthol ist der Verwendungszweck eine Aromatisierung und eine Milderung des herben Tabak- bzw. Nikotingeschmacks. Um die strenge Ausgangsnote zu überdecken, setzen die Hersteller außerdem in großem Umfang Zucker ein, der zusammen mit Ammoniak karamellisiert wird und dadurch einen weichen Geschmack erzeugt. Dies führt zur Inhalation größerer Rauchmengen und damit höherer Nikotinmengen. Bei der Verbrennung von Zucker in einer Zigarette entsteht zudem eine erhebliche Menge krebserzeugenden Acetaldehyds. Dadurch wird ein bereits gefährliches Produkt noch gefährlicher gemacht.
(DKFZ)

Auszüge aus der roten Reihe des DKFZ, Heidelberg Tabakprävention und Tabakkontrolle
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